Kurzgefasst
Die Parodontologie ist der Teilbereich der Zahnmedizin, der sich ausschließlich mit dem Zahnhalteapparat (dem Parodont) befasst. Dazu gehört nicht nur das sichtbare Zahnfleisch, sondern auch das Wurzelzement, die Haltefasern und der Kieferknochen.
Unser Ziel in diesem Fachbereich ist es, das Fundament Ihrer Zähne gesund zu erhalten oder wiederherzustellen. Denn selbst der gesündeste Zahn benötigt ein stabiles Gerüst, um lebenslang seine Funktion erfüllen zu können.
Die Entstehung: Vom Zahnbelag zur Knochentasche
Parodontitis entsteht nicht über Nacht. Alles beginnt mit dem Biofilm (Plaque), einer klebrigen Schicht aus Speiseresten und Bakterien. Werden diese Bakterien nicht vollständig entfernt, mineralisieren sie zu Zahnstein.
Das eigentliche Problem: Die Bakterien wandern am Zahnhals entlang in die Tiefe. Unser Immunsystem reagiert mit einer Entzündung, um die Eindringlinge zu bekämpfen. Bei dieser Abwehrreaktion werden jedoch Enzyme freigesetzt, die leider nicht nur die Bakterien angreifen, sondern auch das eigene Gewebe,die Haltefasern und den Kieferknochen. Es entstehen tiefe Zahnfleischtaschen, in denen die Bakterien ohne Sauerstoff ideal gedeihen können.
Warum ein Eingreifen lebenswichtig ist
Ein gesunder Zahn steckt wie ein Dübel in einer festen Wand. Bei einer Parodontitis wird diese "Wand" (der Knochen) porös und zieht sich zurück. Der Zahn verliert sein Fundament. Da dieser Prozess oft schmerzfrei verläuft, ist die Parodontologie so wichtig: Wir messen die Taschentiefe millimetergenau, um den Abbau zu stoppen, bevor die Zähne locker werden.


